Die Streifenkiste ist am Start

Liebe Leserin!
Lieber Leser!

Vielleicht haben auch Sie sich die Frage gestellt, warum dieser Blog eigentlich „Streifenkiste“ (genau: „die Streifenkiste“) heißt.

Um eine Antwort zu geben, klamüsern wir dieses Kunstwort doch einfach mal kurz auseinander.

Der Begriff „Streifen“ steht hier für Kinofilme.

Angelehnt ist die Wortkreation – logo! – an die „Seifenkiste“  – also ein eher nostalgisches  Vehikel.

Derlei unmotorisierte „Rennpappen“ waren typisch für die „gute alte Zeit“, die es tatsächlich oft nicht all zu „gut“ mit den Menschen (zumindest nicht mit allen) meinte.

Vor diesem Hintergrund wagt dieser Blog einen Blick zurück in die Gründerphase des Kinos, die geprägt war von Pionierleistungen u.a. bei Technik, Inszenierung,  Orga und Vermarktung des Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden Mediums.

Bleibt schließlich der Wortbestandteil „-kiste“.

Bestimmt haben auch Sie zu Hause eine Kommode (wahlweise: ein Kellerregal, eine Schublade oder ein Koffer), in die alles hinein gewurstelt wird, was irgendwann einmal wieder von Nutzen sein  könnte, das aber in der betreffenden Situation einfach nur nervt. Also schnell: rein in die Kiste! Deckel druff. Und: „Ruhe im Karton!“

Je länger so eine „Krustelkiste“ nicht angerührt wird, desto mehr gleicht sie einer Wundertüte.

Stöbert man nach längerer Zeit darin herum, ist nie ganz klar, was einem als  nächstes in die Finger (oder auf die Zehen) fällt: längst verloren Geglaubtes kommt wieder ans Tageslicht,  ursprünglich Wertvolles ist heutzutage nur noch Nippes oder ging – im schlimmsten Falle – zu Bruch, was  besonders schmerzt, wenn – wie fast immer- persönliche Erinnerungen an solchen Fundstücken hängen.

Ähnlich funktioniert auch dieser Blog. Es werden einzelne Themen und Personen aus der Frühzeit des Films ins Scheinwerferlicht gerückt, wobei es nicht um die Vollständigkeit aller Themen oder Personen geht (wer könnte diese schon gewährleisten?!), sondern um Aha-Erlebnisse, Lesevergnügen und Schaulust.

Wie Sie u.a. an den Menüs sehen können, muss und wird  für die STREIFENKISTE noch einiger  „Content“ die Bild-und Textwerkstatt verlassen.

Dies geschieht bewusst in einem „work-in-progress“, da diese private und nicht-kommerzielle „Homepage“ nur eines von mehreren Projekten – neben meinen beruflichen und familiären Verpflichtungen – ist.

So ähneln diese Sites eher einem Prototyp, an dem permanent  „geschraubt“ bzw. mit dem laufend herum experimentiert wird. Oder einer Teststrecke.

Sie werden sich vielleicht gewundert haben, warum sich dieser Blog vorerst statt reiner Film-Themen hauptsächlich der „Emigration in die USA“ widmet.

Das wichtigste Argument für dieses Vorgehen sei hier kurz erwähnt: fast alle Pioniere (w/m) der US-amerikanischen Filmindustrie waren Einwanderer aus Europa, die fast alle jüdische Wurzeln hatten. Zudem gab es in der Gründerphase diverse Verflechtungen, Kooperationen zwischen Personen und Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks, über die es viele spannende Geschichte(n) zu erzählen gibt.

Bei der Lektüre wünsche ich Ihnen noch viel Freude!

Ihr

Ewald Wildtraut M.A.

 

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